Kostenlose Laptops für alle!

Kind mit LaptopBei der Bildungspolitik und den Ausgaben für diesen Bereich nimmt Deutschland im weltweiten Vergleich keine Spitzenposition ein. Das weiß glaube ich jeder. Daher wird es langsam mal Zeit, in dieser Beziehung etwas zu ändern. Meine Forderung: Kostenlose Laptops für alle ab der 5. Klasse! Das bringt eine Menge Vorteile mit sich.

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Hamlet 2.0

Hamlet höchst persönlichWer kennt Hamlet nicht? Ich zum Beispiel. Denn obwohl ich gerade mein Abitur schreibe, habe ich es nie in der Schule behandelt. In Sachsen ist es zur Zeit nicht im Lesekanon enthalten. Das ist der einfache Grund.

Seit gestern ist jedoch eine grafische Neufassung des Hamlet online. Zumindest die ersten Anfänge.

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Abitur 2009: Verteidigung der Besonderen Lernleistung

Anfang der Sekundarstufe II habe ich mich tollkühn entschieden, eine Besondere Lernleistung zu schreiben und ins Abitur einzubringen. Damals war mir noch nicht ganz klar, was da alles auf mich zu kommt und wie viel Aufwand das wirklich bedeutet. Gestern hatte ich dann mein Kolloquium, wo ich in insgesamt dreißig Minuten genau diese Komplexe Leistung inhaltlich verteidigen musste.

Das Thema meiner Besonderen Lernleistung lautet übrigens folgendermaßen:

Anregungen zur fachlichen Umsetzung der Lernbereiche 4 bis 6 des neuen Lehrplans Informatik Klasse 11 am sächsischen Gymnasium.

Alles fing relativ früh an, ich stand am Tag der Prüfung schon um sechs auf. Ich hatte noch nicht alles fertig vorbereitet und probte die Präsentation noch einmal durch (und die PowerPoint erstellte ich auch noch schnell xD ). Und dann war es auch schon soweit. 10:30 sollte es losgehen, 10 Uhr hörten meine Vorgänger (Zweiergruppe) auf und so beschloss ich, schon halb zehn loszugehen, damit ich da sein konnte, wenn meine Vorgänger aufhören.

Gesagt getan. Ich war überpünktlich da. Also konnte ich noch ein wenig mit meinem ehemaligen Informatik-Lehrer reden, der auf dem Gang stand und ebenfalls auf den Anfang der Prüfung wartete, da er eines der drei Jury-Mitglieder war.

Die letzten Minuten vor dem Anfang der Verteidigung waren sehr intensiv, da ich zu tun hatte, mir meine “Spickzettel” noch einmal schnell durchzulesen. Denn während des Vortrages sind irgendwelche Karteikarten oder sonstige Texthilfen nicht erwünscht. Macht einfach keinen guten und professionellen Eindruck.

Schlussendlich wurden es 8 Punkte für die Verteidigung. Wenn man nun noch die Note für das Schriftliche hinzurechnet (10 Punkte), die ja doppelt so stark wiegt wie die mündliche Note, dann kommt man insgesamt auf 9,33 Punkte. 37/60. Reicht mir aus. Mein Abi-Durchschnitt wird sich ingesamt in diesem Rahmen bewegen, nehme ich an.

Wer meine Besondere Lernleistung einmal lesen möchte, kann dies gern tun. Ich biete sie frei zum Download an. Allerdings will ich noch hinzufügen, dass ich selber nicht wirklich mit allem zufrieden bin. Beim schriftlichen Teil ist zu wenig Inhalt vorhanden und beim mündlichen habe ich mich nicht ausreichend vorbereitet. Dementsprechend bitte das Dokument mit einem scharfen Auge betrachten ;) :D

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60% vom Abi geschafft

Ich gehöre mit zu den 83 Auserwählten unserer Schule, die dieses Jahr ihr Abitur schreiben dürfen. Da ich noch eine Besondere Lernleistung verteidigen muss, habe ich nicht nur vier, sondern gleich fünf Prüfungen. Meine Eindrücke und Erfahrungen mit den schriftlichen Tests habe ich im Folgenden mal ein wenig “zusammengefasst”.

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Eine schöne Zeit geht zuende

Da werde ich gleich sentimental :D

Heute hatten wir die letzte Sportstunde im Rahmen der Schule. Und morgen wird der letzte reguläre Schultag sein. Ich werde in Englisch zwei Stunden lang Film schauen und dann in Ethik über eine nette Arbeit schwitzen. Mittwoch ist dann pädagogischer Tag, da haben wir frei :D

Nach den Osterferien geht die Konsultationszeit los und alles läuft nach Sonderplan ab. Heißt konkret: Freunde sieht man im Schulgebäude so gut wie nicht mehr. Außer sie sitzen in der Aula.

Und es geht eine geregelte, größtenteils (bis einschließlich Klasse 10) sorgenfreie Zeit vorbei. Mit an Bord waren waren Frust, Stress, Spaß, Enttäuschung, Erfüllung, Lob, ne Menge Hausaufgaben, Nervende, Schmeichelnde, Leise, Laute, Quietschende, …; eben alles, was es in dieser Gesellschaft so an Erscheinungen gibt.

Irgendwie an meiner Schule genau die richtige Mischung, ich fühle mich jedenfalls wohl.

Nunja, so richtig ist es zwar noch nicht vorbei, aber die Ferien setzen ein weiteres deutliches Zeichen.

Dann kommen Abi, Zivi, Wohnung, Studium, Job, Auto, Familie. So zumindest der Plan.

Plan B ist noch nicht ausgearbeitet.

Kulturgeil

Gestern war die dritte und damit letzte Aufführung des diesjährigen Musicals an meiner Schule. Bei der Premiere war ich ja dabei.

Durch eine nette Insider-Quelle konnte ich in Erfahrung bringen, wie es insgesamt mit den Besucherzahlen so aussah:
Premiere: ca. 500 Leutchen
2. Aufführung: um die 400 Hanseln
gestrige 3. Aufführung: mehr als 500 Homo sapiens (Aula war randlos voll)

Die Qualität muss sich also herumgesprochen haben. Erstaunlich. Finde ich irgendwie geil. Das Musical an unserer Schule ist mittlerweile zur jährlichen Tradition geworden, was sich auch in den Besucherzahlen äußert. Die Kritiken sind so gut wie immer positiv.

Grund genug, um nächstes Jahr mit der Tradition zu brechen. Denn das nächste Musical wird es inoffiziellen Quellen zufolge erst 2011 geben. Es ist einfach mal eine Pause notwendig. Und so bekommen die Leute ja auch eine Art Entzug, womit die Besucherzahlen in zwei Jahren dann gigantisch sein dürften :D

Redegewandt. Hochphilosophisch. Nachtaktiv.

Mein letzter Eintrag liegt nun schon gefühlte drei Wochen zurück. Zeit, zu erzählen, was ich in dieser sehr langen Zeit der gähnenden Leere auf diesem Blog gemacht habe.

Mittwoch, den 18., fing alles an. Es galt, einen politischen Wochenbericht für Gemeinschaftskunde vorzubereiten. Gewählt habe ich mir das zwar nun schon mehr als zwei Wochen alte Thema des Stadtarchiveinbruchs in Köln, aber das hatte auch seine Gründe. So möchte ich nicht über den neuesten Amoklauf mit den Schülern diskutieren, da ich mir da keine neuen Erkenntnisse erhoffe. Die Meinungen gehen zwar auch da auseinander, doch durch die Medien wird schon ein ziemlich klares Bild festgelegt: Schuld sind die Amokläufer selber und Ego-Shooter. Punkt. War mir zu doof. Als letzte Alternative stand mir die aktuelle Wirtschaftslage zur Verfügung. Nun gut, darüber hat man auch schon genügend diskutiert. Und ansonsten war nichts großartiges passiert, nur Mini-Storys, die wohl max. 50% der Klasse kennen.

Letztendlich habe ich bis 01:30 Uhr gebraucht, um den Wochenbericht fertig zu stellen. Doch auch gestern blieb ich ungefähr bis 01:00 Uhr heute früh auf, da ich noch ein Buch gelesen habe.

Im Krebsgang” von Günter Grass ist aus dem Jahre 2002 und, wie ich finde, ein tolles Buch. Zwar etwas zu häufige Wiederholung der geschichtlichen Fakten, aber insgesamt doch empfehlenswert. Bei Büchern gehen die Geschmäcker auseinander, das weiß ich. Aber ich fands supi. Vielleicht auch deshalb, da mich Geschichte unheimlich fasziniert und mir wichtig ist, dass man aus den begangenen Fehlern lernt.

Und da ich gestern innerhalb von fünf Stunden das Buch gelesen (besser gesagt durchgerannt) habe, konnte ich nicht mal so eben einen Beitrag hier schreiben ;)

Musicalresümee

Meine Adern, mein Blut, mein Gehirn, mein Körper, alles schreite nach kultureller Dröhnung. So ging ich gestern in das bezaubernde Musical “30-60-90° – Durchgehend geöffnet“, welches gestern an meiner Schule Premiere feierte.

Im Folgenden ein kleiner Bericht:

Als ich 18:45 Uhr durch die heiligen Schulpforten ging, war schon reger Betrieb. Alles wimmelte von Ehemaligen, Schülern, Beamten, Schulleitern und anderen Kreaturen. So eine Premiere kann man sich schließlich nicht entgehen lassen, werden sich wohl die meisten gedacht haben.

Ein paar Meter und einige Rempler weiter war ich dann endlich in Sichtweite der Stühle. Ich drehte mich nach links und machte mich auf die abenteuerliche Suche nach einem noch unbesetzten Stückchen Stoff. Das war schnell gefunden, denn es war nur ein paar Meter von mir entfernt. Nun hieß es nur noch die Jacke über die Lehne hängen, damit jeder weiß, dass dort Detective Léo sitzt.

Mit einer Menge Rest-Adrenalin im Blutkreislauf richtete ich mich wieder auf, drehte mich und machte mich daran, mir bekannte Leute abzuklappern. Ein paar Zollstock-Längen war dann die Musikerecke, wo ich mich auch ziemlich lange aufhielt. Naja, und man bringt dann halt die Zeit damit um, dass man quatscht, und redet, und schaut.

Nach dem zweiten Gong vor dem Start machte ich mich wieder auf die Suche nach meinem Platz, fand ihn diesmal wesentlich schneller und setzte mich dann auch schon hin.

Ein paar Minuten später wurde der Saal dunkel. Rechts wurde es wieder heller. Dort saß die Band. Und los gings, sie spielten das Intro. Sehr imposant, sehr mitreißend und einfach nur toll. 1a Musik, 1a Band.

Mitten im Lied und auch mitten im Takt ging dann der Bühnenvorhang zur Seite und die 50 Darsteller standen vor uns. Das Stück nahm seinen Lauf.

In der ersten Hälfte gab es ein, zwei Passagen, die sehr schlecht geschauspielert waren und die mir nicht gefielen. Doch ansonsten war es einfach super und genial, was die Mitschüler da hingezaubert haben. Respekt.

Die Band war die ganze Zeit klasse und leistete sich nur ein einziges Mal einen Patzer. Doch das fiel gar nicht so auf. Das Stück an sich interessiert mich vielleicht zu 60%, die Musik zu 40%. Denn die klingt jedes Mal sehr gut, egal, was auf der Bühne passiert.

Alles in allem ein sehr schöner Abend mit etwas unbequemen Stühlen aber tollen Schauspielern und tollen Musikern.

Gründe von Amokläufen

Wie jeder sicherlich schon durch die zahlreichen Medienberichte erfahren hat, passierte vor kurzem ein fürchterlicher und schrecklicher Amoklauf in Winnenden in der Nähe von Stuttgart. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden dabei erschossen bzw. starben. Grauenhaft. (Deswegen hebe ich in diesem Beitrag auch nichts fröhlich-orange hervor.)

Mein Beileid gilt all den Angehörigen der Opfer und allen sonst in das Geschehen verwickelte Menschen. So etwas ist mit das Grausamste, das jemandem passieren kann.

Dennoch möchte ich meine eigene Meinung zu den eventuellen Hintergründen des Täters veröffentlichen.

Ich glaube, der Täter hatte eine starke Selbstkrise, kein Selbstwertgefühl mehr und wurde von der Gesellschaft ausgeschlossen. Er fühlte sich isoliert und beengt. Er fühlte sich nicht akzeptiert. Er wurde nicht ernst genommen.

Heraus aus dieser Verzweiflung tötete er zahlreiche Menschen. Nur so konnte er sicherstellen, dass er mal ernst genommen wird. Dass man ihn beachtet. Dass man ihn nicht ignoriert.

Einen Teil der Schuld trifft meiner Meinung nach seine Familie. Warum wurde er so? Menschen werden durch die Eltern geprägt, die Persönlichkeit bildet sich in der frühen Jugendzeit und ist danach fast unveränderbar. Es ist die Aufgabe von Vati und Mutti, das Kind zu formen und ihm Vertrauen zuzusprechen, das Selbstwertgefühl anzuheben und Rückhalt zu schaffen. Das Kind muss sich geborgen fühlen.

Wird diese versäumt, so hat es das Kind schwer, Fuß zu fassen, sich in der Gesellschaft zu behaupten. Es fühlt sich permanent unsicher und wird dadurch von den anderen nicht akzeptiert oder härteren Prüfungen unterzogen. Das führt letztendlich dahin, dass sich das Kind abschottet und mit niemandem mehr etwas zu tun haben will. Da es nicht in die Gesellschaft aufgenommen wird, wird es auch nicht beachtet und vollkommen ignoriert.

Und dann entwickeln sich gewisse Hassgefühle, die im Schlimmsten Fall in solch einer Tat münden.

Ist zumindest meine Meinung, auch wenn damit die Eltern belastet werden. Aber ich schwöre auf die Meinungsfreiheit in Deutschland und füge hinzu, dass der Beitrag nicht auf Tatsachen basiert und somit nur frei im Raum stehen soll. Ich möchte niemanden damit direkt angreifen. Ich habe lediglich meine Gedanken auf den aktuellen Fall übertragen.