Das wunderbare Online-Porto.

Es ist wirklich erbärmlich, dass die größten Konzerne fast immer am längsten brauchen, ehe sie etwas für die neue Generation umgesetzt haben. Bei der Post kann ich mir z.B. kein Online-Porto für einen Maxibrief (2,20€) ausdrucken. Ich muss für mindestens 10€ Porto kaufen. Was soll der Mist?

Noch ein Beispiel: eBay schafft es nicht, eine Android-App anzubieten.

Alles so Dinge, wo ich den Kopf schüttel. Muss doch noch ein wenig Geld für solche banalen Dinge da sein. Zumal man damit doch einen recht großen Kundenkreis mehr an sich binden kann.

Müssen dann immer die kleinen Startups kommen, die alles besser machen. Nur um dann für teures Geld von den Großen aufgekauft zu werden.

Die etwas anderen Cops. Vernichtende Filmkritik.

Ein billiger 0815-Film. Kennt man in der Form schon tausend Mal. Keine Ahnung, warum ich rein gegangen bin.

Zwei Superagenten der Polizei sterben, weil sie zu viel Adrenalin im Blut hatten. Beziehungsweise weil der Drehbuchautor einen an der Waffel hatte. Daraufhin rivalisieren zwei Ermittlerpäärchen um die Nachfolgerschaft. Das eine davon besteht aus zwei Schreibtischprofis. Sie müssen/wollen nun in die große weite böse Welt (New York) und jagen dort Verbrecher, immer bestrebt, dabei möglichst erfolgreich und cool zu sein.

Das geht natürlich gründlich schief.

Der ganze Film ist nur so gespickt mit flachem Humor, und als dann später der selbe Witz ein zweites Mal erzählt wurde, kam in mir fast schon Wut auf. Die erste Hälfte fand ich den Humor und die Aufmachung ja ganz nett, aber irgendwann kommt man sich etwas verblödelt vor. Die Effekte sind typisch amerikanisch – übertrieben und unlogisch. Auch die Handlung ist oft sehr unlogisch und nicht nachvollziehbar; unrealistisch.

Wem diese Art Humor und Szenerie gefällt, für den mag das ein netter Film sein. Ich stehe mehr auf durchdachtere Sachen, von daher bin ich etwas enttäuscht von dem Film. Zumal ich nicht mehr genau sagen kann, was ich eigentlich erwartet hatte.

Was ich so am Wochenende gelernt habe.

Selbstmordattentäter haben womöglich Platzangst.

Bei Frauen sind die Hände meistens kälter als der Rest, da der Körper die Wärme zuerst in die Gebärmutter leitet. Reine Schutzfunktion.

Es gibt Toiletten, die aus alten Telefonzellen bestehen. Sehr cool.

Man sollte durchaus in Betracht ziehen, zwei Stunden eher loszureisen, falls man mit der Deutschen Bahn unterwegs ist.

In jedem Zug reisen grundsätzlich ein schreiendes Baby oder andere aufmerksamkeitsbedürftige Individuen mit.

Gummibärchentorten sind toll.

Es gibt Tequila-Gießkannen.

Irgendein Café hat sonntags halb zwölf immer offen.

Gefühlte dreitausend Informatikstudenten auf einem Haufen.

Das kann man erleben, wenn man sich dazu entscheidet, an einem Dienstagabend in den Film “The Social Network” zu gehen. Dienstags sind die Karten am billigsten. Und der Film ist wie ein Magnet für junge Leute, vornehmlich Studenten, die sich zumindest für die Informatik interessieren. Natürlich kommen die Freundinnen mit, denn der Film hat natürlich viele gleichaltrige Schauspieler – und Justin Timberlake.

Der Abend war ganz lustig. Eine halbe Stunde vor Beginn war ich auf Arbeit fertig, und fünf Minuten vor Filmstart hatte ich meine Eintrittskarte. Wofür keine Zeit mehr blieb, war der Stuhlgang. Zumal es auf der Etage, wo das Kino war, keine Toiletten gibt. Fünfundvierzig Minuten konnte ich es noch verkneifen, dann musste ich für vier Minuten den Saal verlassen. Ich hoffe, ich habe keine entscheidende Stelle verpasst. Also – nehmt meine Kritik bitte nicht so ernst – ich habe schließlich nicht den kompletten Film gesehen.

Die Story kann ich mir eigentlich schenken. Es geht schließlich nur um die Entstehungsgeschichte rund um Facebook bis zum millionsten Mitglied. Genau diese hat in meinen Augen David Fincher perfekt umgesetzt. Die Schauspieler sind allesamt richtig gut ausgewählt. Auch Justin Timberlake spielte gut, Kritik, die ich gehört hab, ist vollkommen unberechtigt.

Als es um die Programmierung von Facemish geht, wird viel mit Fachwörtern herumgeschmissen. Und es wird von einem Schritt zum nächsten nur so gesprungen. Einige Mädels hatten damit vielleicht ihre Schwierigkeiten, aber ich persönlich fand das nun nicht gerade zu speziell. Es sollte einfach nur zeigen, was für ein Knowhow Mark hat und wie schnell er fähig ist, aus einer Idee Wirklichkeit zu machen. Um viel mehr geht es bei den Szenen gar nicht.

Alles in allem ist es gelungen, ein Bild von Mark entstehen zu lassen. Er ist berechnend, lässt sich nicht von Emotionen leiten (gerade dies ist wichtig für den Erfolg oder Misserfolg) und ist äußerst gerissen. Er leitet Aktionen zum richtigen Zeitpunkt ein und führt diese ohne Schulterzucken durch. Auch wenn es dabei um vermeindliche Freunde geht.

Ich persönlich fand den Film äußerst gut. Und ich glaube, am Inhalt ist mehr dran als manche (wie z.B. der echte Mark Zuckerberg) wahr haben wollen.

Man kommt ja zu gar nix mehr.

Ja, so langsam bin ich richtig drin im Leben. Studium, Arbeiten, und die Wochenenden komplett verplant. Dazwischen Dinge wie daheim Wischen und abends nach Arbeit ins Kino gehen. Schlaftechnisch bewege ich mich im grünen Rahmen, aber er wird langsam gelb.

Wenn man wie ich jeden Tag insgesamt 40km pendelt, sieht man mitunter Leute, die man früher viel sah. Und mit denen kann man sich dann nett unterhalten oder auch nicht. Man sieht ansonsten vieles. Wie z.B. die Big Mama, wie sie jeden Tag mit dem Kinderwagen in die Straßenbahn steigt. Oder Typen, die bei zwei Grad in kurzen Hosen rumrennen. Mädels, die zitternd auf die Bahn warten.

Das alles mag ich sehr. Ich genieße mein neues Leben und freue mich auf jeden nächsten Tag. Da ich auf Arbeit den ganzen Tag vorm Rechner sitze, bin ich nicht mehr so geil drauf, auch noch daheim vor einem solchen zu weilen. Und beim Pendeln gucke ich (wenn ich nicht gerade schlafe) lieber raus als irgendwo anders hin, da sich dabei die Augen wunderbar entspannen.

Das Leben schreibt viel mehr Geschichten als früher. Aber man kommt auch viel weniger zum Bloggen. Zum Glück werde ich durch meine Arbeit beim Tippen noch schneller und sicherer als ich es schon war, sodass ich fix mal einen Blogpost dazwischen schieben kann.

Bye bye Flattr.

Gerade habe ich meinen Account bei den Schweden gelöscht. Es hat einfach nix gebracht. Ich wollte den Dienst ausprobieren und habe es auch gemacht, und das ist auch gut so. Rein von der Sache her ist es eine coole Art, sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen. Aber bei meinem Blog ist das einfach zu überzogen. Ich betreibe weder Werbung, noch liefer ich regelmäßig sauber recherchierte Artikel oder einzigartige Arbeiten ab. Zumal die Blogbeiträge nur dann zu Flattr gepusht werden, wenn mindestens einmal was gespendet wurde. Und da das nie passierte, konnte ich nie wirklich in das Imperium eindringen und bekannter werden. Manche mögen mich dadurch vielleicht als Loser bezeichnen, dürfen sie auch gerne, ich weiß ja, dass ich keiner bin. Denn es war ein Experiment, und Experimente dürfen ruhig auch ein anderes Ergebnis haben als erhofft – dazu macht man sie ja.

Ergebnis des Experiments: Mein Blog ist nicht geeignet für Flattr.

Samstag-Abend-Song #36

Hurts – Silver Lining

Der Opener zum aktuellen Album “Happiness”. Live als auch auf dem Album ein Genuss.

Irgendwie wächst in mir immer mehr die Lust, auf ein Konzert (muss nicht von Hurts sein) zu gehen. Habe Bock, Musik laut und mit viel Bass zu hören.