Reinkarnation eines Fahrrads.

Ich bin gerne draußen. Und das vorzugsweise per Drahtesel. Allerdings habe ich eine Macke: Ich liebe Dreck an Fortbewegungsmitteln. Und so kommt es, dass mein heiß geliebtes Fahrrad das letzte Mal vor schätzungsweise zwei bis drei Jahren geputzt wurde. Ich tue das nämlich nur, wenn Reparaturen anstehen, die ich selber nicht durchführen kann. Schließlich bin ich sozial und mute dem Fahrradladenmensch keinen Sandkasten zu.

Reinkarnation 01

Da mein vor zwei Tagen auf den Namen Scotty getauftes Fahrrad diesen Sommer Zehn wird, ist es nicht überraschend, dass der Antriebsstrang ausgelutscht ist. Er muss dieses Jahr komplett ausgetauscht werden (wirklich alles, was die Kette berührt). Doch was heißt “dieses Jahr”… diesen Sommer!

Reinkarnation 02

Momentan ist es gar nicht mehr fahrbar, das liegt allerdings an einem lockeren rechten Pedalarm. Der Vierkant ist ausgelutscht und es bestehet nur eine geringe Chance, dass noch irgendwo ein passender Pedalarm im Fahrradladen herum liegt. Dennoch frage ich morgen mal nach. Wenn ich Pech habe, muss sofort alles getauscht werden. Doch das geht vorerst nicht, da das Geld fehlt.

Mein Fahrrad ist also quasi aller Wahrscheinlichkeit nach erstmal ein paar Wochen im Wachkoma und wartet auf seine Reinkarnation…

Ich höre die Schlammpisten schon rufen…

Push to add drama.

Anlässlich des Starts vom TV-Sender TNT in Belgien hat man in einer kleinen Stadt auf einem langweiligen Marktplatz einen roten Buzzer mit dem Hinweis “Push to add drama” platziert. Wer drückt ihn?

Sehr sehr lustig! Kursiert schon ein paar Tage durchs Netz, ich habe es erst gestern durch Welt Online mitbekommen.

Samstag-Abend-Song #53

Awolnation – Sail

Geiler Song und vor allem ein sehr gut gemachtes und zugleich auch sehr lustiges Alternativ-Video, das doppelt so viele Views wie das Original hat (ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und meine, dass es an den beiden Mädels liegt).

Zum Vergleich hier noch die offizielle Version:

Berlin, du bist so wunderbar.

Sebastian Sturm @ YAAM.

Sebastian Sturm @ YAAM.

Ich hab’ ja noch gar nix über mein Winter-Wochenende in Berlin geschrieben, soweit ich weiß. Es ist schon ein paar Monate her und war mein erster längerer Aufenthalt in Berlin.

Gefahren bin ich mit dem Bus für 15 Euro die Strecke. Dann über den S-Bahn-Ring vom Westen rüber nach Neukölln. Bus um die zwei Stunden, und S-Bahn ‘ne halbe Stunde.

Es war Weihnachtsmarkt-Zeit und da gibt es dann gut an die tausend verschiedene Märkte in Berlin. Jedes Kiez hat mindestens einen eigenen. Die unabhängigen Märkte sind wohl die besten, denn sie sind in Nebenstraßen und dort gibt es dann z.B. einen Inder, der Glühwein für einen Euro verkauft (mit Schuss dann aber 1,50 teurer). Und es gibt Glühbirnengirlanden in den Baumwipfeln, die mit dem Wind wanken.

“Man entdeckt jeden Tag eine neue Ecke in Berlin” – ein wohl wahres Zitat einer Freundin. Mal ist es ein Flohmarkt, mal einfach eine private Kutschenausstellung. Oder es wird das Mobiliar eines kompletten Hauses vertickt. Mobiliar, das gut und gerne hundert Jahre alt ist. Zu allem Überfluss sieht das Haus von innen ebenfalls so aus. Man fühlte sich wie in einem Märchen.

Highlight war für mich das Reggae-Konzert von Sebastian Sturm im YAAM, das mit Bonfyah eine sehr gute Vorband hatte. Da Bonfyah ihr Abschiedskonzert gegeben hat (eine von ihnen war schwanger) und Sebastian Sturm sein neues Album vorstellte, haben sich alle mächtig in’s Zeug gelegt und den Raum zum Kochen gebracht. Sogar einige Großeltern waren mit dabei! Danach gab’s dann noch ‘ne Aftershowparty mit Pow Pow Movement, sodass es bis weit in die Morgenstunden ging.

Klar, die Mauer wurde ebenfalls besichtigt und es ging unter anderem in den Ritter Sport Laden. Ich hab’ mir zwar keine eigene Schokolade gemixt, aber meinem Bruder ein 1,64kg-Package mitgebracht.

Am letzten Tag sind wir dann noch ein wenig durch Berlin geschlendert. Waren am Potsdamer Platz und am Alex. Haben ein paar Musikern zugehört, die Schneeschanze gesehen, noch zwei Weihnachtsmärkte besucht, Weihnachtswünsche an die Berliner gesendet und ich hab’ ‘ne Currywurst gegessen.

Weitere Besuche werden folgen.

Rupert's Kitchen Orchestra @ Potsdamer Platz.

Rupert's Kitchen Orchestra @ Potsdamer Platz.

Soundtrack to Summer.

Spotify bietet seit Neuestem die Option, Songs & Co. direkt einzubinden. Kein YouTube-Video-ist-nach-einem-halben-Jahr-down-Scheiß. Derzeit höre ich diese Playlist rauf und runter, tanze ab und zu schwul herum und tue auch sonst Dinge:

Ostern 2012.

Ostereier färben

Ich bin nicht gläubig, aber da Ostern den Ursprung im Heidnischen hat, muss ich das ja auch nicht sein. Ganz abgesehen davon finde ich es gut, wenn solche Feste wieder die Familie zusammenbringen. Wenn man allerlei Schwänke aus der Jugend erzählt bekommt, wenn man gut isst, viel raus geht und einfach die Seele baumeln lässt. Alles in allem habe ich ein paar sehr schöne Tage gehabt.

Und da ich jetzt weiß, wie man Eier färbt, kann ich jetzt auch endlich eine eigene Familie gründen.

Film: Machete.

Machete

Machete ist ein ehemaliger mexikanischer Agent. Seine Familie wird vom Drogenkönig Torrez (ein ehemaliger Agenten-Kollege von Machete) ausgelöscht und nur knapp entkommt Machete seinem eigenen Tod. Er hat nix mehr zu verlieren und flüchtet in die USA. Dort landet er jedoch durch Zufall wieder im Sumpf der Bösewichte und wird erpresst, den rassistischen Senatur McLaughlin zu erschießen. Doch alles war ein Hinterhalt und nun muss Machete gegen eine ganze Reihe von Verfolgern kämpfen, darunter einige Profi-Killer und die Anhänger von McLaughlin.

Der gesamte Film ist eine einzige Hetzjagd und gespickt mit blutiger Action. Robert Rodriguez war mit für die Regie und das Drehbuch verantwortlich – er ist bekannt für viel Blut. Das “angenehm andere” an diesem Film: Es kommen sehr viel verschiedene Arten vom Töten vor, sehr viel passiert mit der Machete. Man kann das dauernde Töten nicht wirklich ernst nehmen, es ist irgendwie makaber lustig. Neu war mir zudem auch, dass man sich mit einem Dünndarm einen Stock tiefer abseilen kann.

Machete - Sartana

Schön sind die absolut komischen Dialoge, skurrile Situationen wie ein um sich schießender Priester und der knallharte Machete. Nur er kann so trocken “Machete schickt keine SMS” sagen. Mit dabei sind eine Menge toller mexikanischer Frauen, die einiges an Charme versprühen. Natürlich gibt es ein paar kleine Umgereimtheiten, aber mich hat der Film trotzdem blendend unterhalten.

Das Beste: Es wird zwei Nachfolger geben. “Machete Kills”, der ab diesem Monat gedreht wird, und “Machete Kills Again”.

Machete - Luz

Bildquelle: themoviedb.org