Ich bin gerne draußen. Und das vorzugsweise per Drahtesel. Allerdings habe ich eine Macke: Ich liebe Dreck an Fortbewegungsmitteln. Und so kommt es, dass mein heiß geliebtes Fahrrad das letzte Mal vor schätzungsweise zwei bis drei Jahren geputzt wurde. Ich tue das nämlich nur, wenn Reparaturen anstehen, die ich selber nicht durchführen kann. Schließlich bin ich sozial und mute dem Fahrradladenmensch keinen Sandkasten zu.
Da mein vor zwei Tagen auf den Namen Scotty getauftes Fahrrad diesen Sommer Zehn wird, ist es nicht überraschend, dass der Antriebsstrang ausgelutscht ist. Er muss dieses Jahr komplett ausgetauscht werden (wirklich alles, was die Kette berührt). Doch was heißt “dieses Jahr”… diesen Sommer!
Momentan ist es gar nicht mehr fahrbar, das liegt allerdings an einem lockeren rechten Pedalarm. Der Vierkant ist ausgelutscht und es bestehet nur eine geringe Chance, dass noch irgendwo ein passender Pedalarm im Fahrradladen herum liegt. Dennoch frage ich morgen mal nach. Wenn ich Pech habe, muss sofort alles getauscht werden. Doch das geht vorerst nicht, da das Geld fehlt.
Mein Fahrrad ist also quasi aller Wahrscheinlichkeit nach erstmal ein paar Wochen im Wachkoma und wartet auf seine Reinkarnation…
Ich höre die Schlammpisten schon rufen…







